Kurz nach Weihnachten ging es endlich los! Die lang ersehnte
Reisezeit war da… 4 Wochen lang sollte sie nun inklusive des Seminars gehen.
Wir waren schon in den Tagen vor unsere Abreise fleißig am Packen und die
Vorfreude wuchs mit jedem Kleidungsstück, das in den Rucksack wanderte und als
es dann endlich losging, konnten wir es kaum noch erwarten all die wunderbaren
Orte zu erkunden die unsere Route enthielt. Wir flogen nach Delhi und trafen dort unsere
Reisebegleitungen: Gina und Donata von Bhumika aus Hyderabad und Marina, eine
gute Freundin von mir (Anna), die derzeit in Thailand umherreist. Der Norden
überraschte uns dann tatsächlich erst einmal mit seinen Temperaturen, die uns
die Knie schlottern ließen und so zogen wir alle Klamotten an die wir finden
konnten. Wir erkundeten dann die Stadt und ließen uns von ihrem Trubel
mitreißen. Aschgrau, voller Menschen, Delhi glänzt nicht mit Schönheit, aber
Charakter.
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Jama Majid Mosque |
Nach einem spannenden, schönen Tag nahmen wir unseren ersten
indischen Zug nach Jaipur. Wider Erwarten komfortabel brachte er uns an unser nächstes Ziel. Die Stadt begrüßte
uns in Form eines wunderbaren Guesthouses mit schöner Terasse auf dem Dach. Wir
blickten über die reich verzierten Gebäude und konnten ringsherum kleine Berge
erahnen. Die „pinke“ Stadt leerte unsere Portemonnaies, denn wir fanden
wunderschöne Läden voller Schätze, doch sie gab uns viel auch viel Einblick in
vergangene Zeiten. Der prachtvolle City Palace lud uns ein in den Glanzzeiten
der Maharajas von Jaipur zu tauchen und noch heute leben Mitglieder des
Kachwaha Rajput Clans in den schönen Gebäuden. Am Abend besuchten wir das
traumhafte Amber Fort, welches im warmen Glanz der untergehenden Sonne
strahlte.
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Unsere nächste Station Varanasi
war für uns alle sehr besonders. Die heilige Stadt am Ganges, zu der
Hinduisten aus dem ganzen Land pilgern, um dort zu sterben oder ihre Asche im
Ganges verstreuen zu lassen, schwebt im Dunst zwischen Tod und Leben. Kaum
verlässt man den Trubel der Märkte in denen Gewürze, Kleidung, Souvenirs und
viele andere, vor allem religiöse Dinge verkauft werden, tritt man an das
Manikarnika Ghat, in dem die Leichen der Verstorbenen auf Scheiterhaufen
verbannt werden. Diese Stadt hat uns mit ihren Gegensätzen gefangen genommen.
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Von Varanasi aus reisten wir in die alte Ruinenstadt Hampi im Bundestaat Karnataka. Dort verbrachten wir schöne, entspannte Tage in unglaublicher Kulisse. Die saftig grünen Reisfelder bildeten einen starken Kontrast zu den rot- sandigen Felsen, die sich überall türmten. Wir genossen die Sonne nachdem wir so lange im Norden froren und erkundeten die alten Tempel und Marktplätze, in denen einst viele Menschen umherwanderten und Handel betrieben.
Von Varanasi aus reisten wir in die alte Ruinenstadt Hampi im Bundestaat Karnataka. Dort verbrachten wir schöne, entspannte Tage in unglaublicher Kulisse. Die saftig grünen Reisfelder bildeten einen starken Kontrast zu den rot- sandigen Felsen, die sich überall türmten. Wir genossen die Sonne nachdem wir so lange im Norden froren und erkundeten die alten Tempel und Marktplätze, in denen einst viele Menschen umherwanderten und Handel betrieben.
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In Goa faulenzten am Strand und genossen die Freiheit mal wieder im Bikini herumlaufen zu können. Es war wie eine westliche Oase, die uns mit coolen Strandbars und leckeren Restaurants für ein paar Tage vergessen ließ, dass wir uns immer noch in Indien befinden. Meinen Geburtstag verbrachten wir cocktailtrinkend mit leckerem Schokoladenkuchen in der warmen Sonne…
In Goa faulenzten am Strand und genossen die Freiheit mal wieder im Bikini herumlaufen zu können. Es war wie eine westliche Oase, die uns mit coolen Strandbars und leckeren Restaurants für ein paar Tage vergessen ließ, dass wir uns immer noch in Indien befinden. Meinen Geburtstag verbrachten wir cocktailtrinkend mit leckerem Schokoladenkuchen in der warmen Sonne…
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Wir reisten nach einigen Tagen weiter nach Allepey und genossen dort die unglaubliche Schönheit der Natur rund um die Backwaters, welche sich in großen Fluss- und Seelandschaften im Land erstrecken. An einem Tag besuchten wir auch die nahegelegene Stadt Kochi, in der man stark den portugiesischen und niederländischen Einfluss der Kolonialmächte spürt. Unsere Reise ging weiter durch den Bundesstaat Kerala zu den Freiwilligen Melissa und Carla, die in Kattappana leben. Sie zeigten uns wunderschöne Aussichtspunkte von denen man über die gesamte, üppige Landschaft schauen konnte.
Wir reisten nach einigen Tagen weiter nach Allepey und genossen dort die unglaubliche Schönheit der Natur rund um die Backwaters, welche sich in großen Fluss- und Seelandschaften im Land erstrecken. An einem Tag besuchten wir auch die nahegelegene Stadt Kochi, in der man stark den portugiesischen und niederländischen Einfluss der Kolonialmächte spürt. Unsere Reise ging weiter durch den Bundesstaat Kerala zu den Freiwilligen Melissa und Carla, die in Kattappana leben. Sie zeigten uns wunderschöne Aussichtspunkte von denen man über die gesamte, üppige Landschaft schauen konnte.




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Mit diesen letzten Eindrücken endete unsere Reise und wir
fuhren mit den anderen nach Coimbatore
zurück. Dort hatten wir noch ein fünftägiges Seminar mit allen Freiwilligen im
KKID, dem Ort an dem wir unseren Freiwilligendienst begannen. Es war
unglaublich schön alle wiederzusehen und sich auszutauschen!

Nach diesen wunderbaren Tagen voller Gespräche, Lachen und
gutem Essen (endlich wieder richtig südindisch!) kamen wir nach Hause zurück. Diese Reise durch so viele unterschiedliche
Teile Indiens hat uns wieder einmal vor Augen geführt, wie vielfältig und
divers dieses Land ist… und vor allem, welch unglaubliche Schönheit und
kulturellen Reichtum es zu bieten hat! Wir haben so viel gelernt, so viele
tolle Menschen kennengelernt, auch schwierige Situationen zusammen gemeistert
und uns von den Städten mitreißen lassen.

Als wir zurückkamen war es unheimlich schön die Mädchen wiederzusehen und zu hören was sie uns zu erzählen hatten! Abhaya ist ein Rückzugsort geworden, ein Ort an dem wir so sein können wie wir wollen und genauso geschätzt werden. Wir freuen uns sehr auf die kommenden zwei Monate, obwohl es uns ein mulmiges Gefühl bereitet, wenn wir daran denken, dass es weniger als 70 Tage sind bis wir nach Deutschland zurückfliegen. Wir freuen uns schon sehr auf unsere Familie und Freunde, aber dennoch sind wir erst einmal gespannt was uns hier noch erwartet…
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Shortly after Christmas it was finally time for our long-awaited travel time… 4 weeks through India including our seminar in the end. The days before our departure we were packing eagerly and our anticipation was increasing with every piece of clothing that went into our backpack and when it was finally time to leave, we couldn’t wait to explore all the wonderful places on our travel route. We flew to Delhi and there met with our travel companions: Gina and Donata from Bhumika in Hyderabad and Marina, a good friend of mine (Anna), that is currently traveling in Thailand. The North first of all surprised us with its temperatures that caused us to put on all the clothes we could find. Then we went out to explore Delhi and let ourselves get lost in its hustle and bustle. Ashen and crowded with people, Delhi is not exactly beautiful but definitely has character.
After a nice day in Delhi we got on our first Indian train. The journey was surprisingly comfortable and we reached our next stop Jaipur without any complications. We stayed in a really nice guesthouse with a rooftop from which we could see beautifully adorned buildings around us and some mountains in the distance.
The “pink city” not only made our purses much lighter because of all the lovely treasure we managed to find but also gave us insights into times gone by. During our visit to the splendid city palace we learned about the maharajas that used to rule Jaipur and even today there are still members of the Kachwaha Rajput Clan living there. In the evening we visited the gorgeous Amber Fort, which was shining in the light of the setting sun.
Later that evening we took the bus to Agra, a rather loud and turbulent bus journey with only little sleep. The bus was crowded with a family going to their grandmother’s funeral. The next morning we arrived in cold Agra with dark circles around our eyes but also with many new acquaintances. We spend New Year’s Eve at our hostel, surrounded by lovely people. Of course we also visited the gorgeous Taj Mahal, which despite the huge amounts of tourists emitted a certain power of centuries gone by. Built in 1632, it stands monumentally in the large compound surrounding it.
Our next stop Varanasi was very special for all of us. The city at the Ganga is a holy place, where Hindus from all the country come to die and have their ashes scattered in the Ganga. Once you leave behind the busy markets, where spices, clothes, souvenirs and other, mostly religious things are being sold, you get to the Manikarnika Ghat, where dead bodies are being burned. This city captivated us with its special atmosphere and its contrast of life and death.
From Varanasi we traveled to Hampi, a city full of ruins in the state of Karnataka. There we spent a couple nice days in an incredible landscape. The lush green rice fields formed a strong contrast to sandy red rocks that could be seen all around. We enjoyed the sun after freezing in the North and explored the old temples and bazaars, where once upon many people went to worship or trade.
In Goa we relaxed at the beach and enjoyed the freedom to once again walk around wearing a bikini. It was almost like a “western oasis” with its cool beach bars and its nice restaurants that let us forget for a couple days that we’re still in India. My birthday was spent drinking cocktails and eating chocolate cake in the warm sun.
After a couple days we traveled to Allepey, where we enjoyed the incredible beauty of the nature surrounding the backwaters, a network of rivers, canals and lakes, which is spread along the coast in Kerala. One day we visited the nearby city of Kochi, where one can feel the strong influence of Portuguese and Dutch colonialism. Our journey through Kerala continued to Kattappana, where the volunteers Melissa and Carla live. They showed us beautiful view points from which we were able to overlook the lush landscape there.
With these impressions our trip was over and we returned to Coimbatore with the others. In Coimbatore we had a five-day seminar with all the volunteers at the KKID, the place where our journey as volunteers began five months ago. It was great to see everyone again and to exchange experiences!
After these wonderful days filled with good conversation, laughter and good food (finally South Indian food again!) we returned home. This trip led us to so many different places in India and once again made us realize how incredibly diverse this country is… and above all, what immense beauty and cultural richness it has to offer. We learned a lot, met so many friendly people, mastered difficult situations together and let ourselves get lost in the special features of all the different places.
When we got home, it was really nice to see the girls again and to hear what they had to tell us! Abhaya has become a space for us, where we can be ourselves and are accepted that way. We’re very much looking forward to the next two months, even though it also gives us a bit of queasy feeling, thinking about it being less than 70 days until we fly back to Germany. We’re excited to see our families and friends again but for now we’re also excited about what is still awaiting us here in India…